Resilienz

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Was ist Resilienz?

Resilienz, vom lateinischen Wort „resiliere“, das „zurückspringen“ oder „abprallen“ bedeutet, wird heute als psychische Widerstandskraft bezeichnet, als die Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen ohne anhaltende Beeinträchtigung zu überstehen.

Resilienz ist die Fähigkeit, sich wieder aufzurichten, wenn heftiger Wind einem entgegen bläst, wieder aufzustehen, wenn man gefallen ist, weiter zu machen, auch wenn der letzte Anlauf keinen Erfolg gebracht hat, auf Gesundung zu hoffen, auch wenn man gerade noch sehr krank ist, Leben als veränderbar wahrzunehmen, auch wenn bisher scheinbar immer alles wie eine endlose Wiederholung gelaufen ist.

Resilienz heißt sich ein bisschen verhalten wie ein Bambus, der heftigen Stürmen trotz und dann wieder gerade in die Höhe wächst. Resilient sein bedeutet, wie der Phönix aus der Asche, wieder die Flügel zu spreizen und abzuheben – auf ein Neues.

Resilienz ist das, was Martin Luther zeigte, indem er sagte: „Auch wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“. Resilienz ist dabei nicht kopfloses „Weitermachen“, sondern  das Wissen und Vertrauen darauf, dass wir einen Grund haben, um auch in selbst aussichtslos erscheinenden Situationen nach einem neuen Weg in die Zukunft zu suchen.

Resilient sein bedeutet auch, nicht allen Unkenrufen zu vertrauen, denn – sie könnten falsch liegen! Es kann im neuen Jahr anders werden, es kann sogar schon morgen oder heute ein klein wenig anders werden, besser, neu. Das Vertrauen darauf und das Mobilisieren von Kräften, um dies möglich zu machen – das ist Resilienz!